Energie

Bereits kurz nach der Inbetriebnahme der ARA 1972 sorgten Motoren für die energetische Nutzung des Klärgases zur Strom- und Wärmeerzeugung. 1986 sind die Gasmotoren ersetzt und mit Katalysatoren ausgerüstet worden. Die Stromproduktion konnte so ein erstes Mal gesteigert werden. Nach dem Ausbau der Anlage Ende der neunziger Jahre ist in Zusammenarbeit mit der EAWAG der Betrieb der neuen Biologie auf tiefen Energieverbrauch und betreffend Leistung optimiert worden. Weitere Optimierungen wie die Vergrösserung der Faulung mit einem dritten Faulraum, neue Membranen bei der Belüftung sowie neue energieeffiziente Blockheizkraftwerke führten schliesslich ab 2010 dazu, dass die ARA Thunersee mehr Strom erzeugte als sie verbrauchte. Daneben betrieb sie seit 1998 eine Fernheizanlage, mit der ein Sportzentrum, eine Schulanlage und eine Wohnüberbauung geheizt wurden.

Seit dem 18. Oktober 2017 bereitet die ARA ihr Biogas auf Erdgasqualität auf und speist das Gas ins Netz der Energie Thun AG ein. Der Energieinhalt des eingespeisten Gases ist grösser als der gesamte Energieverbrauch der ARA. Die Wärme bezieht die ARA neu bei der AVAG und sorgt zusammen mit weiteren Nutzern an der neuen Leitung für eine deutlich bessere Nutzung der Abfallwärme aus der KVA.

Die bisherigen Energiekennzahlen bis 2016 und Kommentare dazu können dem Bericht „Energiekennzahlen ARA Thunersee“ entnommen werden.