Umwelt

Unser Naturpark

Unsere Anlage wurde in den letzten 10 Jahren umfangreich erneuert und saniert und ist heute eine der modernsten Kläranlagen der Schweiz. Im Zuge dieser Arbeiten wurden auch unsere Grünflächen konsequent auf naturnahe Bepflanzung umgestaltet, was bedeutet, dass heute ein Grossteil der Begrünung aus einheimischen, teils stark bedrohten Pflanzen besteht. Wo früher öde Cotoneaster das Bild beherrschten, verwöhnen heute bunte, artenreiche Beete das Auge. Die einst monoton mit Rasen bedeckte Grünfläche besticht heute mit blühenden Magerwiesen, einem Feuchtbiotop und einem Regenrückhalteteich. Die dichten Wildhecken und die Obst- und Nussbäume bieten vielen Vögeln Schutz und Futter. Wo möglich wurden selbst Dächer und Fassaden begrünt. Wurzelstöcke und aufgeschichtetes Totholz bieten kleinen Säugetieren, Käfern und Insekten Nahrung und Unterschlupf. Für die Bienen erstellte man ein eigenes Wildbienenhaus und in Zusammenarbeit mit dem Vogelschutzverein wurden vielerorts Nistkästen aufgehängt. Als Resultat dieser Massnahmen wird unsere Anlage heute von unzähligen Insekten, Eidechsen, Kröten, Schlangen und Vögeln bevölkert; der beste Beweis dafür, dass eine naturnahe Bepflanzung ein echter Gewinn für Mensch und Umwelt ist!

Im Juni 2004 wurde unsere Anlage mit dem Qualitätslabel der Stiftung Natur und Wirtschaft als naturnahes Firmenareal zertifiziert. Das Label verlangt, dass mindestens 30 % der Grünflächen naturnah bepflanzt und gepflegt werden; bei der ARA Thunersee sind beinahe 100 % der Grünflächen des Firmenareals naturnah.

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1‘000 gerettete Amphibien

Mehrere Millionen Liter Abwasser reinigt die ARA Thunersee jeden Tag. Dabei werden pro Jahr rund 1‘000 Amphibien angeschwemmt, die sich dank einer speziellen Ausstiegsrampe aus dem Sandfangbecken retten können. Die Tiere werden im nahegelegenen Feuchtgebiet wieder ausgesetzt.

Die Nebenprodukte: Grüner Strom & Fernwärme

Nebst geklärtem Wasser produziert die ARA Thunersee auch Strom, der aus dem Gas gewonnen wird, welches bei der Vergärung von Klärschlamm entsteht. Diesen Strom leiten wir direkt in das örtliche Stromnetz der BKW und erhalten dank der Kostendeckenden Einspeisevergütung (KEV) entsprechende finanzielle Vergütung. Als eine Art Nebenprodukt entsteht bei der Umwandlung von Gas zu Strom Abwärme, welche wir dazu nutzen, per Fernwärmeleitung die Schulanlage Untere Au und das Sportzentrum in Heimberg sowie den Wohnpark Jungfraustrasse in Uetendorf zu heizen.

Mehr Ökonomie dank Ökologie

Diese ökologisch sinnvollen Aktionen zahlen sich aus: Einerseits bringen Ökostrom und Fernwärme Geld ein und andererseits bewirkt die naturnahe Arealgestaltung tiefere Pflegekosten und erfreut Mitarbeiter und Besucher immer wieder mit ihrer Blütenpracht.

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